Ehemaliger Vorsitzender der GFGF e.V. Karlheinz Kratz verstorben.
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Am 20.1.2020 verstarb nach kurzer Krankheit Karlheinz Kratz im Alter von 78 Jahren.
Er war zwischen August 1998 und Mai 2006 Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der Geschichte des Funkwesens (GFGF) e.V. und zeitweise in dieser Periode auch Stiftungsratsmitglied der Stiftung Radiomuseum Luzern, dem Träger des Radiomuseum.org.
Karlheinz Kratz wurde 1942 in Gießen geboren und wuchs in Siegen auf. Nach der Schule studierte er in Berlin und Darmstadt Elektrotechnik. Anschließend trat er als technischer Angestellter bei der Flughafen AG Frankfurt ein, bei der er bis zu seinem Ruhestand in leitender Position arbeitete. Selbst im „Ruhestand“ war er noch als Geschäftsführer von Tochterunternehmen der Flughafen AG tätig.
Schon als 10-Jähriger interessierte er sich für die Radiotechnik und bastelte seine ersten eigenen Geräte. 1968 machte er seine Amateurfunklizenz mit dem Rufzeichen DC 6 TS. Seit 1984 war er Mitglied der GFGF e.V., deren Vorsitz er 1998 übernahm.
Als Vorsitzender wurde er sehr geschätzt. Seine unkomplizierte direkte und pragmatische Art machte den formalen Teil von Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen zum Vergnügen. Er wusste durch trockene Bemerkungen das Auditorium aufzuheitern und zu fesseln. Mit Geschick moderierte er Diskussionen und konnte gegensätzliche Positionen versöhnen.
Karlheinz Kratz war ein offener, hilfsbereiter und herzlicher Charakter und verfügte über umfangreiches Fachwissen. Zeitweise beriet er Museen ehrenamtlich in Sachen Funkgeschichte, veranstaltete etliche Sonderausstellungen und Vorträge. Er war nicht nur auf dem Gebiet der Funktechnik äußerst belesen, sondern auch Fachmann für Spielzeugdampfmaschinen, frühe Messgeräte und technisches Spielzeug.
Sein plötzlicher Tod reißt für jeden, der ihn kannte eine große Lücke und ich persönlich habe einen guten Freund verloren.
Rüdiger Walz