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    zugeflogen … ein Radio-Gedicht

    2. Juli 2024


    Mein Radio

    Ein Radio in Papas Raum
    Das war mein schönster Kindertraum.
    Hab um Erlaubnis nicht gefragt
    Und ging schon bald auf Wellenjagd.

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    Auf UKW war nicht viel los.
    Stattdessen war AM ganz groß.
    Ob Moskau oder DDR,
    Das Wellenreiten gab viel her.

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    Das Radio war bald zu klein,
    Ein Weltempfänger, das wär‘ fein.
    Ich schraubte ohne Ruh und Rast,
    Bald war die ganze Welt zu Gast.

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    Im Äther gab’s den kalten Krieg,
    In Störsendern sah man den Sieg.
    Fast jedes Land war da zu hören
    Auch Jamming konnte uns kaum stören.

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    Der Grenzwall fiel, es kam die Wende,
    Und mit dem Rundfunk ging’s zu Ende.
    Zu Ende schien’s mit den Gefahren,
    Die Gelder wollte man nun sparen.

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    So machte man die Sender dicht.
    Im Internet sah man das Licht.
    Und in der Welt gab es kein Halten
    Die Sender alle abzuschalten.

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    Doch wird es Rundfunk immer geben,
    Die Menschen halten ihn am Leben.
    Man hört ganz kleine Sender heute,
    Mit Enthusiasmus und mit Freude.

    Noch immer gibt es viel zu hören
    Fast keine Jammer, die uns stören.
    Nun hört man viele freie Sender,
    Denn sie beleben jetzt die Bänder.

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    Das Internet kann man blockieren,
    Was man nicht will, neutralisieren.
    Wellen, die sich frei bewegen,
    Die kann man nicht in Ketten legen.

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    So hält man die Zensoren klein.
    Schaltet die Sender wieder ein.
    Drum wird das Radio weiterleben.
    Es wird auch immer Hörer geben.

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    Autor: Helmut Matt

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